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Forastero

Als Forastero-Kakaos werden alle Konsumkakoas bezeichnet. Im Welthandel wird strikt zwischen Konsumkakao (Forastero) und Edelkakao (Trinitario, Arriba Nacional und Criollo) unterschieden. Die Verbreitung pflegeleichter Konsumkakao-Hochertragssorten, wie der Forastero-Züchtung »CCN 51«, bedroht zunehmend den Anbau originaler Edelkakaos in den Herkunftsregionen entlang des Äquators. Kakao der Forastero-Gruppe stammt aus Amazonien. Im Handel versteht man unter Forastero-Kakao eigentlich nur den Konsumkakao aus Westafrika (z.B. der Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria oder Kamerun). Dieser Konsumkakao stammt aus den östlichen Gebieten Amazoniens (deshalb auch »Lower Amazon Forastero« genannt), hauptsächlich Brasilien. Von dort wurden die sehr ertragreichen und robusten Forasteros ab 1822 nach Westafrika verschifft und bilden die Grundlage für über 70 Prozent der heutigen Welternte. Unter Kakaoexperten wird die Gruppe der Forastero-Kakaos jedoch in weitere Gruppen eingeteilt und umfasst auch Wildformen, die aber nicht gehandelt werden. Kakaos aus den westlichen Gebieten und oberen Flußläufen des Amazonas und z. B. Orinocos werden als »Upper Amazon Forasteros« und Kakao aus den unteren, östlichen Flußgebieten als »Lower Amazon Forasteros« bezeichnet. Sie unterscheiden sich deutlich: Bereits vor 3000 Jahren wurden wenige Früchte der »Upper Amazon Forasteros« über die Anden bis nach Mexiko gebracht. Durch Züchtung hat sich daraus die jetzt eigenständige Edelkakao-Gruppe der Criollo-Kakaos entwickelt. Viel später, nämlich vor 500 Jahren, wurden andere Früchte nach Ecuador verbreitet und dort entwickelte sich die Nacional-Gruppe mit Edelkakao-Aroma. Alle Ur-Formen des Kakaos finden sich also in den oberen Flußläufen Amazoniens wieder.